Presse

Nach dem Durchwinken das Durchstempeln:

Stefan Wirtz
24. Oktober 2016

Asylrecht

Auswärtiges Amt sucht Personal zur Organisation des sogenannten Familiennachzugs.

Für die Besetzung mehrerer Stellen als "Visaentscheider" in der Türkei und Ländern des Nahen Ostens sucht das Ministerium bereits nach gut qualifizierten Angestellten mit türkischen oder arabischen Sprachkenntnissen.

https://stellenangebote.diplo.de/stella/advertisement_detail.action?id=224

Man rechnet offenbar mit großem Andrang, denn Teilzeitbeschäftigungen und reguläre Arbeitszeiten werden gar nicht erst in Aussicht gestellt.

Der geografische Bezug der Einsatzländer zur Flüchtlingsquelle Syrien lässt jedoch aufhorchen, galten doch bisher alle vermeintlichen oder tatsächlichen Syrer als Flüchtlinge mit lediglich subsidiärem Schutz, welche gar keinen Anspruch auf Familiennachzug haben sollten.

Will das Auswärtige Amt etwa ein Heer aus Neinsagern und Ablehnern aufstellen, um den erwarteten Ansturm mit amtlichen Kopfschütteln schon in der Ferne von unserem Land abzuhalten?

Leider ist vielmehr das Gegenteil sehr wahrscheinlich.

Geltende Regeln zu Asyl, Flucht und Familiennachzug dürften bei den absehbaren Verfahren "mit freundlichem Gesicht" wieder einmal gründlich missachtet werden, wodurch sich deutsche Behörden wohl endgültig zur größten Schleuserorganisation der Welt aufschwingen.