Brauerei Wolters in der Insolvenz

  • AfD-Fraktion im Rat der Stadt
Datum der Veröffentlichung: 24. Juni 2026

Auch wenn eine Insolvenzeröffnung meist ein sehr schlechtes Zeichen für den betroffenen Betrieb ist, hoffen wir doch auf die Möglichkeit einer Weiterführung dieses Braunschweiger Traditionsunternehmens und den Erhalt aller Arbeitsplätze, nachdem in den letzten Wochen eine deutliche Reduzierung der Belegschaft angekündigt worden war, die aber ganz offenbar das eigentliche Problem nicht gelöst hätte.
In der jüngeren Vergangenheit waren bereits Änderungen bei Verkaufsgebieten und dem Produktsortiment vorhergesagt worden. Wenn die nun nötigen Sanierungen zu einer dauerhaften Steigerung von Umsatz und Gewinn führen und einen stabilen Betrieb ermöglichen, wäre das sehr zu begrüßen.
Keine der zuletzt genannten Schwierigkeiten für das Unternehmen, wie die großteils überzogenen Maßnahmen in der Corona-Phase, Produktions- und Energiekosten Störungen im Weltmarkt sind vom Braunschweiger Rathaus aus irgendwie zu beeinflussen -- jedoch sind die auch hier herrschenden Parteien für einen bedeutenden Anteil der Probleme verantwortlich, gerade durch die verfehlte Energie- und Industriepolitik; deshalb ist ebenfalls die genannte Schnapsidee eines "Runden Tisches" nicht viel mehr als ein schlechter Wahlkampfscherz der CDU, deren Junior-OB-Kandidat sonst gern solche Runden Tische als überflüssige Arbeitskreise kritisiert. Städtische SPD, CDU und Grüne können gern bei ihren übergeordneten Bundesparteien und Fraktionen auf die Folgen ihrer deutschlandschädlichen Fehlentscheidungen hinweisen, aber sicher nicht in einem örtlichen Zirkel grandiose Lösungen finden. Nur die Eigentümerkonstruktion mit der ebenfalls kriselnden BraWo-Bank wäre halbwegs "innerorts" zu klären, die regionale CDU scheint da ja irgendwelche Kontakte ausspielen zu wollen. Einen neuer Investor oder Anteilseigner jedoch müsste dennoch voraussichtlich in sehr weitem Umkreis gesucht werden.
Das unternehmerische Risiko einer Sortimentsumstellung und den Wechsel auf neue Produkte und Geschäftsmodelle können wir als Ratsfraktion nicht seriös bewerten oder ein Ergebnis voraussagen.
Von daher hoffen wir für Braunschweig auf den Erhalt unserer Traditions-Biermarke durch eine behutsame Erweiterung auf ein hoffentlich solides zusätzliches betriebliches Standbein; für eine Umstellung und Erweiterung kann es aber auch nur selbstverständlich sein, die vorhandenen erfahrenen Arbeitskräfte weiterhin zu beschäftigen und ihre Fähigkeiten für die angekündigten Veränderungen voll einzusetzen.

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Erkennbar nicht mehr in bestem Zustand: der Hauptsitz unserer Traditionsbrauerei
AfD-Braunschweig